Mintos Invest & Access, Bondora Go & Grow und Exporo Finanzierung (als Skeptiker) ausprobiert

Dass ich bisher wenig vom aktuellen Immobilien-Crowdfunding und P2P-Kredit Investmentangebot gehalten habe, hatte ich ja bereits letztes Jahr gezeigt. Deshalb im Titel die Bezeichnung „Skeptiker“.

Dass ich meine Meinung dazu aber nicht an den Haaren herbeigezogen habe, sondern darauf basiert, dass ich vor allem in das Thema nachrangige bzw. Mezzanine Immobilienfinanzierungen aus beruflichen Gründen einen ganz guten Einblick habe, ist hoffentlich dabei klar geworden.

Nicht schimpfen, ohne es selbst ausprobiert zu haben

Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich jedoch keine direkte Erfahrung mit den mittlerweile unzähligen Plattformen gemacht, da ich sie relativ schnell für mich abgeschrieben hatte.

Ein zu voreiliger Fehler?

Genau das wollte ich herausfinden und die aus meiner Sicht aktuell interessantesten Produkte für den Klein- und Privatanleger auf dem Markt für mich selbst testen:

  • Mintos Invest & Access P2P
  • Bondora Go & Grow P2P
  • Exporo Finanzierung Immobilien-Crowdfunding

Vor etwa 3 Monaten habe ich mich auf allen drei Plattformen registriert und damit den Versuch gestartet.

Ich wollte damit herausfinden, wie die Geldanlage innerhalb dieser Plattformen funktioniert, wie sich die versprochenen Renditen ergeben und ob ich letztendlich nicht doch falsch gelegen habe.

So viel Fazit vorweg

Es ist querbeet erstaunlich schnell und leicht sich zu registrieren und Geld anzulegen. Für meinen Geschmack war das irgendwie schon zu schnell und zu leicht – vor allem für die die diese Geldanlage für sich neu entdeckt haben.

Gleichzeitig können alle drei Plattformen durchaus lukrativ sein, wenn man die Risiken versteht und das System für sich zu nutzen machen – letzteres sicherlich nicht im Sinne des Erfinders.

Aber der Reihe nach.

Mintos Invest & Access

Mintos ist mit Abstand der Platzhirsch unter den europäischen P2P-Plattformen und gleichzeitig auch mein Favorit unter den dreien im Test.

An Mintos hatte ich die größte Hoffnung und Erwartung, denn mit Einführung des Invest & Access Produkts gab es nun scheinbar die eierlegende Wollmilchsau:

  • breit gestreut, da nur Bruchteile von Krediten erworben werden
  • vollkommen autonom, also keine Anlageentscheidungen nötig
  • attraktive Rendite von aktuell 9,31% p.a.
  • jederzeit liquidierbar

Vor allem weil Invest & Access sich von der Nutzerfreundlichkeit wie ein Tagesgeldkonto anfühlt, habe ich es dem Auto Invest vorgezogen. Bei der Funktion Auto Invest fühlte ich mich leicht damit überfordert, dass eine eigene Anlagestrategie bestimmt werden muss. Da verzichte ich lieber auf 1-2% an zusätzlicher Rendite und widme mich in der Zeit anderen Dingen.

1. Registrierung

Wie schon gesagt, läuft die Registrierung sehr schnell ab und die persönliche Identifikation fast schon zu schnell. So als sei man da nicht so genau, wenn das Geld schnellstmöglich in Kredite fließen soll.

Innerhalb von 1-2 Tagen war mein Account jedenfalls live.

2. Geldeinzahlung

Auch die Geldeinzahlung hatte keine 2 Tage gedauert. Dazu musste lediglich der Geldbetrag mit der entsprechenden Angabe meiner Investor-ID an eine Bank in Estland überwiesen werden.

Schon ein etwas komisches Gefühl an der Stelle, aber immerhin ist Mintos kein unbekannter Laden.

3. Das erste Investment

Jetzt wird es spannend.

Sobald das Geld auf Mintos verzeichnet ist, muss unter dem Reiter Invest > Invest & Access der entsprechende Betrag freigegeben werden, der über dieses Produkt investiert werden soll.

Fertig. Also eigentlich dann doch recht langweilig.

In meinem Fall waren das genau €1.000. Dieser Betrag erhöht sich über die Zeit automatisch mit jedem € an erwirtschafteten Zinsen.

4. Die Rendite

Jetzt wird es wirklich spannend.

Bei all den Beiträgen zu P2P-Krediten mit Renditen jenseits der 10% p.a. wollte ich natürlich wissen, wie viel Rendite mit Invest & Access möglich ist.

Aktuell weist mein Portfolio einen durchschnittlichen Zinssatz von 9,24% p.a. aus.



Soweit also mehr oder minder im Einklang mit dem, was Mintos verspricht.

Über einen Zeitraum von 69 Tagen habe ich bislang €12,23 bzw. 1,2% auf meine eingesetzten €1.000 erwirtschaftet und gutgeschrieben bekommen.

Auf ein volles Jahr gerechnet wären dies 6,5%. Also damit deutlich unterhalb dessen, was auf dem Papier steht.

Ich nehme es erstmal so hin, dass es wahrscheinlich etwas braucht, bis sich die Rendite normalisiert, denn es muss ja erst zu einer Tilgung oder Rückzahlung der Vielzahl an Krediten kommen, bevor die über den Zeitraum ab Vergabe der Kredite verdienten Zinsen gutgeschrieben werden können.

Bislang wurden 79 Kredite beendet und mein Portfolio besteht derzeit aus 161 Krediten. Im Schnitt sind das also etwa €6,30 pro Kredit

Dementsprechend also auch ein auf den ersten Blick vertretbares Risiko, wobei auch hier sicherlich Optimierungspotential besteht

Wenn die Geschichte bis hier hin ginge, gäbe es nichts großartiges zu meckern.

Ich finde es gut, wie detailliert an manchen Stellen Mintos die Investments aufbereitet.

Man kann jederzeit sehen, in welche Kredite mein Portfolio investiert ist. Mehr noch, es kann jeder einzelne Kredit im Detail angesehen werden, inkl. eines Zahlungsplan.



Die Plattform ist übersichtlich, grundsätzlich nutzerfreundlich und mir gefällt, dass man sich über den Newsfeed informiert fühlt.

5. Die große Schattenseite, wo das Risiko schlummert

Zum einen fällt mir schon mal auf, dass die Rendite „Net Annual Return“ oben seit kurzem bei 0,00% steht. Sicherlich nur ein Bug, aber damit fängt es an.

Auf der Invest Seite gibt es dann bereits die nächste Abweichung. Statt €12,23 sind es dann auf einmal doch nur €11,80, die ich verdient habe?

Vielleicht alles immer noch nur ein Bug, aber ab hier ging es richtig los.

Überfällige Kredite: Zum aktuellen Zeitpunkt sind 25,2% meines Investments in irgendeiner Form überfällig. Tendenz steigend, insbesondere im Bereich der 31-60 Tage.

Gerade wo ich diesen Screenshot erstellt und den Satz zu Ende geschrieben habe, liege ich bereits bei €83,45 im Bereich 31-60 Tage und insgesamt bei 26,1% an überfälligen Krediten.

Eine Entwicklung, die mir absolut nicht gefällt, denn das bedeutet für mich, dass mit höherer Wahrscheinlichkeit ich eine verspätete Rendite erhalten könnte oder sogar mit einem Ausfall (sofern nicht durch eine Rückkaufgarantie abgedeckt) rechnen muss.

Auf die Anzahl Kredite gerechnet, sind sogar 28,6% der insgesamt 161 Kredite überfällig.

Die insgesamt 24 Kredite, die 16-60 Tage überfällig sind, weisen zum Glück alle eine Rückkaufgarantie auf. D.h. wenn sie mehr als 60 Tage überfällig sind, das Investment erstattet wird (aber wahrscheinlich dann auch nur das Investment!?).

Was bedeutet das nun für mich?

Sollten Kredite ohne eine solche Garantie ausfallen oder die Garantie aus einem anderen Grund nicht greifen, dürften simpel gerechnet nur 8-9% des Investments bzw. der Kredite über das gesamte Jahr ausfallen, bevor ein Verlust für das Jahr entsteht. Das setzt natürlich voraus, dass mindestens echte 9% aus den laufenden Investments erwirtschaftet wurden.

Das Ausfallrisiko ist hier also besonders zu beobachten, was bei der Art von Krediten und Herkunft nicht zu unterschätzen ist.

Mangelnde Diversifikation: Mintos selbst schreibt, dass über Invest & Access in „Bruchteile“ von Krediten investiert wird. Das ist so ja auch richtig, wenn der Kredit insgesamt z.B. €3.000 schwer ist.

Nur ist mir der Bruchteil leider zu groß. Ich habe nämlich festgestellt, dass unter den 161 Krediten teilweise Investments von bis zu €40,06 getätigt wurden, sowie unzählige Male im Bereich von €10,00-30,00.

Bei einem Investment von insgesamt €1.000 sind bis zu 4% Allokation einfach deutlich zu viel. Noch mal zur Erinnerung, der einfache Durchschnitt lag bei €6,30.

Fallen also nur 2 Kredite dieser Sorte aus, ist die Rendite für das Jahr futsch.

Ausfälle von Kreditanbahnern keine Seltenheit: Mittlerweile häufen sich leider negative Nachrichten zu bestimmten Kreditanbahnern. Darunter Aforti, luteCredit, Metrokredit, Monego und Rapido.

Der Hobbyinvestor hatte hierzu eine gute Zusammenfassung.

Solange Rückkaufgarantien greifen, ist dies vielleicht halb so schlimm. Nichtsdestotrotz zeigt auch diese Entwicklung, dass man Mintos & Co. definitiv nicht mit einem Tagesgeldkonto verwechseln darf, denn Ausfälle und Verzögerungen sind mehr als real.

Zum aktuellen Zeit sind etwa 4,8% meines Investments davon betroffen.

Überfällige Zahlungen: A propos Verzögerung, selbst wenn der Kredit soweit (egal ob nach Plan oder nicht) zurückgezahlt worden ist, muss auch noch der Kreditanbahner mitspielen.

Derzeit sind 3,0% meines Investments, 2 Kredite von Finko, noch in der Schwebe und das seit einiger Zeit. Zu Finko gehört übrigens Metrokredit, sodass ich nicht genau weiß, ob die verzögerte Auszahlung damit zusammen hängen könnte.

Zwischenrésumée Mintos

Bei all der Transparenz hätte es doch echt schön sein können.

Aber ich denke Du weißt wohin meine Tendenz geht. Auch wenn das Konzept von Invest & Access nach wie vor sehr spannend ist, hat es mich trotz scheinbar hohen Rendite nicht überzeugen können.

Dass die tatsächliche Rendite (noch) unterhalb der versprochenen liegt, ist dabei eine Sache. Echte Deal Breaker sind bei der Rendite jedoch:

  • eine zu hohe Quote an überfälligen Krediten
  • eine zu geringe Diversifikation
  • Ausfälle von Kreditanbahnern, wo sich Mintos noch beweisen muss

Irgendwie erinnert mich das Konzept auch noch zu sehr an die faulen Kreditpakete aus der Zeit vor der Finanzkrise. Nur weil man viele risikoreiche Kredite bündelt, heißt es nicht, dass das Paket auf einmal ein Triple AAA Rating verdient hat und sicher ist. So sicher, dass man dafür auch eine geringere Rendite akzeptiert.

Ein nicht unwesentlicher Punkt bei der Geschichte ist auch einer meiner letzten Tipps: Finde erst eine Geldanlage, die zu Dir passt, und dann die bestmögliche Rendite. Für mich spielt genau das auch hier eine nicht unwesentliche Roll.

Wie dem auch sei.

Fortsetzung folgt

Bevor ich zu einem Fazit und einer Entscheidung komme, geht es erstmal weiter mit Bondora Go & Grow sowie Exporo Finanzierung.

Ich hoffe, dass ich dann auch Neues zu Mintos berichten kann.

In diesem Sinne, sei gespannt auf das Update und frohes Investieren!

PS: Was sind Deine bisherigen Erfahrungen mit Mintos Invest & Access bzw. Deine Meinung zu P2P. Hopp oder Flopp?

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12 comments on “Mintos Invest & Access, Bondora Go & Grow und Exporo Finanzierung (als Skeptiker) ausprobiert

  1. Danke für deine ehrliche Einschätzung! Sehr interessant mal zu lesen was ein „Skeptiker“ zu den Plattformen sagt. Sonst liest man ja immer nur Werbeartikel und wie toll P2P ist.
    Am Anfang klingt das alles ja immer toll und super einfach. Wie sich jetzt heraus stellte ist es zwar einfach aber so toll wie es am Anfang versprochen wird ist es dann doch nicht. Bin sehr gespannt auf deine weiteren Artikel über die anderen Anbieter!

  2. Mintos selbst finde ich toll und bisher wurden die Probleme zu denen es mit den Anbahnern kam auch ordentlich aufgearbeitet. Zu solchen Problemen kommt es zwangsweise, wenn man immer größer wird. Aber von Invest & Access lasse ich definitiv die Finger. Finde das System deutlich schlechter gelöst als bei Bondora mit G&G.
    Meine persönliche Rendite schwankt im Jahresverlauf zwischen 10 und 11% bei Mintos und wenn man länger dabei ist, erkennt man, dass die Schwankungen sich jährlich sehr stark ähneln. Die Zinsberechnung wird auch deutlich stabiler, wenn man länger dabei ist. Am Anfang wird eine relativ kurzer Vergleichszeitraum aufs Jahr hochgerechnet und diese Hochrechnung ist eben sehr starken Schwankungen ausgesetzt.

    1. Hi Florian, danke dir für die Insights, sehr spannend! Deine Erfahrung mit der persönlichen Rendite bestätigt dann ja meine Vermutung, wobei du hier deine Rendite aus der Auto Invest Funktion beziehst und nicht dem Invest & Access, richtig?
      Und darf ich fragen, mit wie viel % deiner Vermögensallokation du auf Mintos, Bondora & Co. unterwegs bist?

    2. „Wie sich jetzt heraus stellte ist es zwar einfach aber so toll wie es am Anfang versprochen wird ist es dann doch nicht.“

      Hier muss ich die entschieden widersprechen, Zabrina.
      Keine der großen Plattformen tut so, als gäbe es die 10+% Redite „umsonst“. Das Investment geht meist in unbesicherte Konsumkredite die naturgemäß ein hohes Ausfallrisiko haben. Das wird aber eigentlich auch offen und ehrlich kommuniziert. Das Kredite (oder eben auch Anbahner) ausfallen ist kein bug sondern ein feature!

      Das Problem sehe ich eher beim Deutschen Michel, dem anscheinend das Gehirn aussetzt, wenn er irgedwo mehr als 5% Redite sieht (und keine Aktien sichtbar sind). Das Problem sind eher nicht die Anbieter sondern die mangelnde Finanzkompetenz der Anleger. So wie hier geschrieben: „Es ist querbeet erstaunlich schnell und leicht sich zu registrieren und Geld anzulegen. Für meinen Geschmack war das irgendwie schon zu schnell und zu leicht – vor allem für die die diese Geldanlage für sich neu entdeckt haben.“

      Vielleicht sollten die Plattformen einen Wissenstest vor die Anmeldung bauen…

      Was mich aber tatsächlich überrascht hat, war das I&A tatsächlich 3-4% der Anlagesumme in einen einzelnen Kredit geschoben hat. Da hab ich tatsächlich mehr erwartet!

      Was das unterschiedliche Verhalten bei den Anbahnern angeht..ich rate einfach mal, dass Mintos hier aus den (auch für sie neuen) Situationen gelernt hat, bzw. im Lernprozess ist.

      1. Hi Timo, ich weiß was du meinst, nur wird das Ausfallrisiko nicht so offen und ehrlich kommuniziert, wie es sein müsste.

        Wenn man Bondora als Beispiel nimmt, wird Go & Grow mit einem „Niedrigen Risiko“ eingestuft. In der Fußnote liest man dann, dass das in Relation zu den anderen Bondora Produkten gemeint ist, was durchaus wahr ist, aber nicht bedeutet, dass das Risiko „Niedrig“ ist.

        Screenshot 1

        Wenn man sich dann den Portfolio-Manager von Bondora ansieht, gibt es dort die Einstellung „Ultra-Konservativ“. Also spätestens hier wird dem Laien suggeriert, dass das Verlustrisiko ausgeschlossen ist.

        Screenshot 2

        Ob eine Abfrage oder eine Art Test bei jedem Anleger sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Ich denke eine Lösung wäre eher offen darzulegen, wie viel Geld bislang „verloren“ gegangen ist und was die daraus resultierende Verlustquote ist. Ich denke Statistiken dazu werden zeigen können, dass es (noch) wirklich selten ist, dass Anleger Geld verlieren, ABER es durchaus vorkommen kann und nicht nur wie bei Exporo am Ende der Seite steht: „Der Erwerb dieser Wertpapiere ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann [Fett und Kursiv hinzugefügt] zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“

        Sonst ist der „Deutsche Michel“ doch wieder empört darüber, dass sein Tagesgeldersatz Mintos, Bondora, Exporo & Co. zu Verlusten geführt haben.

        1. Ja, stimmt schon, Bondora macht sehr offensives Marketing.
          Die von dir gewünschten Statistiken gibt es aber. Man muss halt nur bis nach unten scrollen.

          Hier gibt es den Punkt Statistiken (https://www.bondora.com/de/public-statistics), wo, wie ich finde, sehr Transparent (ich unterstelle hier echte Zahlen, keine Beschönigung) aufgeführt, wie es um die Investments bestellt ist. Z.B. das derzeit 45% des Ausstehenden Kreditvolumens (seit 2009, 32% bezogen auf das gesamte Kapital) überfällig ist. ca. 1% dieser Summe ist endgültig weg, bei 12% ist eine Rückgewinnung unwahrscheinlich.

          Und so wie ich das bei Lars Wrobbel (www.passives-einkommen-mit-p2p.de) verstanden habe, baut Bondora bei G&G aus den Überschüssen (Bondora Rendite vs. G&G rendite) eine Art „Notfallfonds“ um diese 6,75% Rendite auch zukünftig und in turbulenten Zeiten sicherstellen zu können.

          Auch Mintos hat so eine Statistik Seite (https://www.mintos.com/en/statistics/) hier sieht man erfreuliche 78% Kredite die nach Plan laufen (sicherlich der Buyback Garantie und der „relativ kurzen“ Zeit geschuldet, die es Mintos erst gibt)

          Klar, auf den Startseiten werben die erstmal damit, wie einfach alles ist und wieviel Rendite es gibt. Das macht aber z.B. die DWS als Fondsanbieter auch. Die schreiben auf ihrer Startseite auch nicht „Vorsicht, wir sind viel teurer als ETF und in der Regel schaffen wir nichtmal deren Performance“

          Fröhliche Weihnachten!

  3. Kurzupdate: Heute morgen schrieb Mintos eine E-Mail mit dem Betreff „Technical error affecting your Account Statement“. Sie scheinen sich also der Bugs zumindest wohl bewusst zu sein und arbeiten an einer Lösung.

  4. Ja ich bezog mich auf den normalen AutoInvest. I&A nutze ich nicht.
    Bei mir macht p2p/crod/immo gesamt so ca 10-15% aus. Das werde ich aktuell auch nicht steigern, da auf mich persönlich z.B. die extreme Werbung die Bondora gerade fährt eher negative Auswirkungen hat.

  5. Bei Invest und Access hast du immer eine Rückkaufgarantie. Nach 60 Tagen erhältst du von den meisten Darlehensanbahnern sowohl die Kreditsumme, als auch die Zinsen.

    Ich sehe bei I&A momentan 2 Risiken:

    1. Darlehensanbahner fallen aus
    2. Die Liquidierung des investieren Geldes klappt nicht (vollständig), weil sich die Kredite nicht verkaufen lassen.

    1. Hi Vaido, danke für deinen Kommentar!

      Mittlerweile sind 40 (23%) meiner 174 aktiven Darlehen mit 15-60 Tagen überfällig und auch diese weisen allesamt eine Rückkaufgarantie nach Ablauf von 60 Tagen auf. Soweit deckt sich das also mit deiner Aussage. Laut folgender Mintos-eigenen Quelle umfasst die Rückkaufgarantie auch die aufgelaufenen Zinsen.

      Ich werde diese Darlehen weiter beobachten und vor allem auch schauen, ob nicht nur die regulären Zinsen gezahlt werden, sondern auch diejenigen für die Zeit, in der das Darlehen überfällig war. Zeit ist bekanntlich Geld. D.h. wenn ein Darlehen ganze 2 Monate überfällig ist, diese Zeit jedoch nicht vergütet wird, reduziert sich eine 9,5% Rendite p.a. schnell auf effektiv 8,1% p.a. (-15%), mal ganz vereinfacht als IRR gerechnet.

      Zu den von dir genannten Risiken: Die verzögerte Liquidierung sehe ich weniger kritisch, da der Großteil (bei mir aktuell 58%) praktisch sofort abgezogen werden kann, was für ein derartiges Produkt sehr gut ist. Der Rest lässt dann aber notfalls auch nicht lange auf sich warten, zumindest im Vergleich zu Produkten wie Exporo & Co., wo eine Mindestlaufzeit von 12-24 Monaten üblich ist. Dass Darlehensanbahner ausfallen dann schon eher. Hier sind wir nämlich schnell beim Thema permanenter Kapitalverlust, denn in so einem Fall greift die Rückkaufgarantie nicht mehr.

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