DEGIRO Gebühren - So sparst du wirklich!

Tom Lechner .

22. Februar 2026

DEGIRO: Depot eröffnen & Gebühren sparen! Nur 1€/3€ pro ETF-Trade, keine Depotgebühr, 100'000€ Einlagensicherung. 100 CHF Bonus sichern!

Die Kosten bei DEGIRO wirken auf den ersten Blick überschaubar, werden aber erst dann wirklich verständlich, wenn man Handelsplatz, Währungswechsel, Produktart und mögliche Zusatzkosten zusammen betrachtet. Genau darum geht es hier: Ich zeige, welche Gebühren im Alltag tatsächlich anfallen, wo die teuren Überraschungen sitzen und wie du den Broker für den Vermögensaufbau sauber einschätzt, wenn dein Ziel auch mit einem späteren Immobilienkauf zu tun hat.

Die wichtigsten Kosten bei DEGIRO auf einen Blick

  • Bei vielen Orders kommt zur Handelsprovision noch eine Bearbeitungsgebühr von 1 € hinzu.
  • ETF-Käufe aus der Kernauswahl sind besonders günstig und liegen praktisch bei 1 € pro Order.
  • Währungsumrechnungen kosten in der Auto-FX-Variante 0,25 %, manuell 10 € plus 0,25 %.
  • Es gibt keine Depotgebühr, keine Inaktivitätsgebühr sowie keine Ein- oder Auszahlungsgebühren.
  • Teurer werden kann es durch Spread, Produktkosten, Fremdwährungen und Sollzinsen.

Übersicht der Degiro Gebühren für Aktien, ETFs und Derivate. Informieren Sie sich über die Kosten für US-Aktien, London Stock Exchange, Selected ETFs, Global-ETFs, Optionen und strukturierte Produkte.

So setzt sich der Preis pro Order zusammen

Ich schaue bei einem Broker nie nur auf die nackte Ordergebühr. Bei DEGIRO besteht der Preis oft aus mehreren Teilen: Handelsprovision, Bearbeitungsgebühr, gegebenenfalls Börsenplatzkosten und bei Fremdwährungen zusätzlich ein Wechselkursaufschlag. Genau deshalb kann eine scheinbar günstige Order am Ende doch teurer ausfallen, wenn man den Gesamtweg nicht mitdenkt.

Die wichtigste Faustregel: Nicht die billigste Anzeige ist entscheidend, sondern die Summe aus Gebühr, Spread und Ausführung. Gerade bei Aktien und ETFs macht ein enger Markt oft mehr aus als ein kleiner Unterschied in der Provision.

Für Anleger in Deutschland ist das vor allem dann relevant, wenn sie regelmäßig Vermögen aufbauen und nicht nur einmalig handeln. Wer auf ein Eigenkapitalpolster für eine Immobilie hinarbeitet, sollte die Kostenstruktur deshalb genauso ernst nehmen wie die Renditechance selbst. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die einzelnen Gebührenarten im Detail.

Die wichtigsten Gebühren im Detail

DEGIRO selbst trennt in der Preisliste sauber zwischen Handelsgebühren und Zusatzkosten. In der Praxis sind vor allem diese Positionen für Privatanleger relevant:

Bereich Typische Gebühr Praktische Einordnung
Deutsche Aktien über Xetra 3,90 € + 1 € Bearbeitungsgebühr In vielen Fällen rund 4,90 € pro Order
Deutsche Aktien über Tradegate 3,90 € Ohne die zusätzliche 1-€-Bearbeitungsgebühr
US- und kanadische Aktien 1 € + 1 € Bearbeitungsgebühr Oft sehr günstig, aber mit Währungsbezug
ETFs aus der Kernauswahl 0 € Provision + 1 € Bearbeitungsgebühr Für regelmäßiges ETF-Investieren besonders interessant
ETFs außerhalb der Kernauswahl 2 € Provision + 1 € Bearbeitungsgebühr Schon merklich teurer als die Kernauswahl
Anleihen 3,90 € + 1 € Bearbeitungsgebühr Für größere Tickets meist noch vertretbar
Optionen 1 € pro Kontrakt Für aktive Trader interessant, für Einsteiger eher Nebenbereich
Futures 2,50 € pro Kontrakt Nur relevant, wenn du diese Produkte wirklich nutzt
Fremdwährungswechsel 0,25 % oder manuell 10 € + 0,25 % Kann bei US-Investments spürbar werden

Wichtig ist die Reihenfolge der Rechnung: Erst kommt die Produktgebühr, dann gegebenenfalls die Bearbeitungsgebühr und danach alles, was aus Markt oder Währung noch dazukommt. Bei vielen Standardkäufen bleibt DEGIRO trotzdem günstig, aber nur, wenn du bewusst auswählst, wo und wie du kaufst. Genau an dieser Stelle lauern die Zusatzkosten, die viele erst zu spät sehen.

Diese Zusatzkosten sollte man nicht unterschätzen

Nicht jede Ausgabe bei DEGIRO steht prominent in der Gebührenübersicht. Für die Praxis sind vor allem diese Punkte wichtig:

  • Spread: Der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs ist keine Brokergebühr, frisst aber Rendite. Bei wenig liquiden Werten kann er teurer werden als die sichtbare Ordergebühr.
  • Währungsumrechnung: Wer US-Aktien oder andere Fremdwährungen kauft, sollte den Wechselkurs mitdenken. Die 0,25 % klingen klein, summieren sich aber bei häufigen Umschichtungen.
  • Konnektivitätsgebühren: Für bestimmte Börsen und Märkte können laufende Marktanbindungsgebühren anfallen. Das ist vor allem für aktive oder internationale Trader relevant.
  • Realtime-Daten: Wer Live-Kurse braucht, zahlt je nach Markt zusätzlich. Für Buy-and-hold-Anleger ist das oft verzichtbar.
  • Sollzinsen und Margin: Negative Barguthaben oder geliehene Mittel kosten Zinsen. Das ist für langfristige Anleger meist unnötig und sollte nicht unterschätzt werden.
  • Produktkosten: ETFs und andere Produkte haben eigene laufende Kosten. Das ist keine Brokergebühr, wirkt aber trotzdem auf die Rendite.
  • Externe Abgaben: Börsensteuern, Stempelsteuern oder marktseitige Entgelte können zusätzlich anfallen und werden nicht vom Broker erfunden, sondern weitergegeben.

Ein gutes Beispiel ist die Fremdwährung: Wer monatlich in US-Werte springt, merkt die Kosten kaum bei einem einzelnen Kauf, aber über ein Jahr wird daraus schnell ein relevanter Betrag. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist genau diese Art von „unsichtbarer“ Kosten wichtiger als eine kleine Marketinggebühr auf der Startseite. Und das führt direkt zur Frage, warum DEGIRO vor allem für ETF-Sparer interessant sein kann.

Warum das für ETF-Sparer und Immobilienziele interessant ist

Wenn dein Ziel nicht kurzfristiges Trading, sondern Vermögensaufbau ist, spielt die Gebühr pro Order eine größere Rolle als viele glauben. Wer Kapital für eine spätere Immobilie aufbauen will, arbeitet meist mit regelmäßigen Käufen und braucht eine Kostenstruktur, die kleine und mittlere Beträge nicht auffrisst. Genau hier kann DEGIRO sinnvoll sein, wenn du diszipliniert und nicht zu kleinteilig kaufst.

Ein paar einfache Beispiele zeigen das schnell:

Monatliche Sparrate 1-€-Gebühr entspricht Einordnung
25 € 4,0 % Sehr teuer, wenn du jeden Monat nur eine Mini-Order machst
100 € 1,0 % Noch spürbar, aber deutlich besser
500 € 0,2 % Im Alltag kaum noch störend
1.000 € 0,1 % Die Fixgebühr verliert fast jede Bedeutung

Für Immobilien-Sparer ist das eine wichtige Erkenntnis: Kleine Fixkosten sind nur dann harmlos, wenn der Orderbetrag groß genug ist. Wer mit 50 oder 100 Euro pro Kauf arbeitet, sollte möglichst bündeln oder seltener investieren. Wer monatlich mehrere hundert Euro anlegt, kommt mit den Gebühren deutlich entspannter zurecht. Genau deshalb ist die Plattform für viele langfristige Anleger praktischer als für sehr kleine, sehr häufige Käufe.

Aus dieser Logik ergibt sich auch, wie ich die Kosten im Alltag drücke.

So halte ich die Kosten im Alltag niedrig

Wenn ich Gebühren sauber klein halten will, arbeite ich mit ein paar einfachen Regeln statt mit komplizierten Tricks:

  • Orders bündeln: Lieber eine größere Order als drei kleine. Fixkosten wirken bei Mini-Beträgen unverhältnismäßig stark.
  • Handelsplatz bewusst wählen: Tradegate kann bei deutschen Werten günstiger sein, während Xetra je nach Liquidität einen besseren Kurs liefert. Billiger ist nicht automatisch besser.
  • Fremdwährungen vermeiden, wenn es keinen echten Vorteil bringt: Wer nur gelegentlich in US-Werte geht, sollte den Wechselkurs nicht auf die leichte Schulter nehmen.
  • Realtime-Daten nur bei Bedarf buchen: Für langfristiges Investieren sind sie oft nicht nötig.
  • Margin vermeiden: Sollzinsen sind für einen normalen Vermögensaufbau meist unnötig und können eine gute Rendite schnell ausbremsen.
  • Produkte mit klarer Kostenstruktur wählen: Bei ETFs, Aktien und Anleihen ist die Rechnung meist einfacher als bei exotischen Produkten.

Ich achte dabei besonders auf den Unterschied zwischen sichtbarer Gebühr und tatsächlichen Gesamtkosten. Eine Order, die auf dem Papier günstig aussieht, kann durch Spread oder Währungsumrechnung im Endeffekt schlechter sein als eine etwas teurere Standardlösung. Und genau dort zeigt sich auch die Grenze von DEGIRO.

Wann DEGIRO nicht die beste Wahl ist

Der Broker ist nicht automatisch die beste Lösung für jedes Profil. Ich würde ihn nur dann klar empfehlen, wenn das Nutzungsverhalten dazu passt:

Anlegertyp Passt gut? Warum
Langfristige ETF-Anleger Ja Günstige Standardkäufe und klare Kostenstruktur
Immobilien-Sparer mit größeren Monatsbeträgen Ja Fixgebühren bleiben bei höheren Summen klein
Trader mit vielen Märkten und Live-Daten Nur bedingt Zusatzkosten und Marktgebühren können schnell steigen
Sehr kleine monatliche Käufe Eher nein Die Fixgebühr frisst einen spürbaren Teil der Rate
Leverage- oder Derivate-Nutzer Nur mit Disziplin Sollzinsen und Kontraktkosten gehören dann zwingend in die Rechnung

Meine nüchterne Einschätzung ist: DEGIRO ist stark, wenn du günstig, bewusst und eher langfristig investierst. Es wird weniger attraktiv, sobald du sehr kleinteilig, sehr oft oder in vielen Währungen und Märkten unterwegs bist. Dann kippt der vermeintliche Kostenvorteil schnell in Richtung Zusatzaufwand. Genau deshalb lohnt sich zum Schluss ein kurzer Prüfrahmen, den ich vor jeder Order durchgehe.

Der Prüfrahmen, den ich vor jeder Order nutze

  • Ist das Produkt in der Kernauswahl oder auf einem teureren Handelsplatz?
  • Ist der Orderbetrag groß genug, damit die Fixgebühr nicht ins Gewicht fällt?
  • Fällt ein Währungswechsel an?
  • Brauche ich Live-Kurse wirklich oder reicht der normale Kursblick?
  • Nutze ich Fremdkapital oder negative Salden, die Zinsen auslösen?

Wenn ich diese Punkte sauber abhake, sehe ich sehr schnell, ob die DEGIRO-Gebühren im Rahmen bleiben oder ob eine andere Ausführung sinnvoller wäre. Für den langfristigen Vermögensaufbau und ein späteres Immobilienziel ist genau diese Disziplin oft wertvoller als die letzte Dezimalstelle bei der Provision.

Häufig gestellte Fragen

Bei deutschen Aktien über Xetra fallen meist 3,90 € Provision plus 1 € Bearbeitungsgebühr an. Über Tradegate entfällt die Bearbeitungsgebühr. US-Aktien kosten oft 1 € Provision plus 1 € Bearbeitungsgebühr, hier ist der Währungswechsel zu beachten.
ETFs aus der Kernauswahl sind provisionsfrei, es fällt jedoch eine Bearbeitungsgebühr von 1 € pro Order an. Das macht sie sehr günstig für regelmäßiges Investieren. Außerhalb der Kernauswahl kosten ETFs 2 € Provision plus 1 € Bearbeitungsgebühr.
Die automatische Währungsumrechnung (Auto-FX) kostet 0,25 % des umgerechneten Betrags. Eine manuelle Umrechnung ist teurer: 10 € Gebühr plus ebenfalls 0,25 %. Bei häufigen Transaktionen in Fremdwährungen können sich diese Kosten summieren.
DEGIRO erhebt keine Depotgebühren, Inaktivitätsgebühren oder Gebühren für Ein- und Auszahlungen. Zusätzliche Kosten können jedoch durch Spreads, Konnektivitätsgebühren für bestimmte Börsen, Realtime-Daten, Sollzinsen bei Negativsalden oder Produktkosten (z.B. TER bei ETFs) entstehen.

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Autor Tom Lechner
Tom Lechner
Nazywam się Tom Lechner und od 10 lat zajmuję się tematyką finansów, Unternehmertum und digitalen Geschäftsmodellen. Mein Interesse an diesen Bereichen begann, als ich selbst die Herausforderungen und Chancen des Unternehmertums erkannte. Ich habe erlebt, wie wichtig es ist, fundierte Entscheidungen zu treffen, um finanzielle Freiheit zu erreichen. In meinen Artikeln möchte ich den Lesern helfen, komplexe finanzielle Konzepte besser zu verstehen und praktische Strategien für den Aufbau eines erfolgreichen digitalen Geschäfts zu entwickeln. Besonders wichtig ist mir, dass meine Inhalte aktuell und nachvollziehbar sind, damit jeder Leser die Informationen leicht umsetzen kann. Ich konzentriere mich darauf, Fragen zu beantworten, die viele angehende Unternehmer beschäftigen, und versuche, einen klaren und verständlichen Blick auf die Welt der Finanzen zu bieten.

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