Geheimtipp #2 – „Keep it simple“

Geht es um eine Investmentstrategie für Dein zukünftiges Aktien- oder Immobilienportolio? Einen Business Plan für Dein neues Startup? Oder vielleicht auch nur um die Art und Weise wie du sparst oder Deinen eigenen Finanzplan?

Das Motto sollte immer sein: „Keep it simple“. Zu deutsch, halte es einfach.

Verwechsele jedoch bloß nicht einfach halten mit einfach sein!

Warum diese Einstellung so wichtig ist

Dinge möglichst einfach zu halten, erlaubt Dir zum einen in vielen Situationen Risiken überhaupt erst erkennen und sie dann vermeiden zu können.

Wenn Du zum Beispiel einen bis ins letzte Detail ausgetüftelten Plan hast, in welche Aktien Du investierst und jede noch so kleine Schraube des Unternehmens prüfst, kann es durchaus sein, dass Du das große Bild übersiehst, und gar nicht merkst, dass das Unternehmen wichtige Trends verpasst hat und kurz davor ist von seiner Konkurrenz überrollt zu werden.

Nur wenn Du es schaffst, die Komplexität aus etwas herauszunehmen, kannst Du Dich nämlich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Du wirst Dich dann nicht von Details blenden lassen können, wenn das Gesamtbild nicht stimmt.

Zum anderen und wahrscheinlich noch wichtiger ist der Fakt, dass Du erst damit langfristige Ziele erreichen kannst.

Wir Menschen – ich vor allem – sind nun Mal so, dass wir zwar bis zu einem gewissen Grad mit Komplexität umgehen können, aber zum Schluss und vor allem auf Dauer für uns diese Komplexität eher Stress bedeutet.

Ich bin jemand, der Dinge greifbar machen möchte, um mit Ihnen umgehen zu können. Daher kommt wahrscheinlich auch die Nähe zu Immobilien. Das erreiche ich, indem ich sie möglichst auf das Wesentliche reduziere.

Und jetzt Grund, warum das Ganze vor allem für langfristige Ziele so wichtig ist. Welche der folgenden Varianten ist einfacher für Dich über einen längeren Zeitraum zu verfolgen und motiviert zu bleiben:

Mache 2-3 Mal die Woche Sport; Achte darauf dass Du über den Tag u.a. Früchte, Proteine und Vollkornprodukte zu Dir nimmst und Süßzeug vermeidest; usw. oder

Montag: Stehe um 7:00 Uhr auf; um 7:10 Uhr wärmst Du Dich auf und führst Workout Plan A aus; um 7:45 gibt es Frühstück mit 200g Magerquark mit 3 mittelgroßen Erbeeren und einer halben Banane; …

Ich hoffe es wird klar, worauf ich hinaus möchte. Bei der zweiten Variante würde ich wahrscheinlich nach 1 Woche durchdrehen und wüsste auch gar nicht mehr, was das Hauptziel war.

Wohingegen bei der ersten Variante ich vielleicht an manchen Tagen etwas mehr oder auch weniger essen würde, etwas mehr oder auch weniger trainieren würde, ich aber immer im Kopf habe dass ich Sport machen, Süßigkeiten vermeiden und gewisse Lebensmittel essen sollte.

Wo es bei mir noch relevanter ist

Was meine Diet angeht, versuche ich tatsächlich mich an diese erste Variante und diese Art von Plan zu halten und fahre damit auch recht gut. Ich hatte vor allem kein Problem damit, diese Ziele auch über einen längeren Zeitraum einzuhalten und sehe jetzt erste Resultate.

Bei meiner Finanzplanung sieht das nicht anders aus. In dem Artikel „Wie mein Vermögen idealerweise aufgebaut sein sollte“ findet sich nämlich genau dieser Ansatz wieder.

Anstelle dessen, dass ich für jede Lebenssituation und Möglichkeit meine Vermögenstruktur bis ins letzte Detail durchplane habe ich lediglich 4 „Geldtöpfe“, die ich bedienen muss.

Das erlaubt mir, dass ich zu jeder Zeit genau weiß, wo ich gerade mit meinem Vermögen stehe auf meinem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit und wohin ich mein Geld als nächstes allokieren sollte, um mein Vermögen nachhaltig weiter zu entwickeln.

Außerdem erkenne ich Chancen für mein Vermögen nun schneller, denn ich muss nicht jedes Mal durch einen Plan blättern, um zu wissen, ob ein Investment Sinn für mich und mein Vermögen macht oder nicht.

Innerhalb jedes Geldtopfes sieht dann ähnlich aus. Ich weiß genau, welche Art von Investments ich grob suche und fokussiere mich auch nur auf bestimmte „Produkte“.

Wenn es zum Beispiel um die 2. Stufe „ein diversifiziertes Portfolio“ geht, suche ich nach kostengünstigen und möglichst breit investierten ETF-Fonds. Wenn es um die 3. Stufe „gezielte Einzelinvestments“ geht, suche ich nach soliden Aktientiteln, die ich auch verstehe, oder nach Wohnimmobilien in soliden Lagen und ohne großen Schnickschnack.

Natürlich gehe ich für mich selbst mehr in die Tiefe und habe mehr Kriterien, die erfüllt werden müssen. Aber diese Herangehensweise erlaubt es mir, jederzeit und über einen langen Zeitraum am Ball zu bleiben, im richtigen Moment Chancen zu nutzen und dabei (hoffentlich) auch in Zukunft Risiken zu vermeiden.

Ich hoffe, dass dieser Tipp auch Dir hilft. Ich würde es Dir jedenfalls zu Herzen legen.

„Keep it simple“.

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