Finanzen im Auge behalten (so mache ich es jedenfalls als Excel-Geek)

Ein Ziel zu haben und einen Plan, wie man dieses Ziel erreicht, ist die eine Hälfte; zu wissen, ob man auf dem richtigen Weg ist, die andere.

Meine Finanzen im Auge zu behalten ist ein wichtiger Teil für mich beim Vermögensaufbau – vor allem wenn es darum geht mein Ziel zu erreichen. Deswegen dachte ich mir, ich teile mit Dir wie ich genau das für mich umsetze. Vielleicht hilft es ja auch Dir Deine Finanzen besser im Auge zu behalten.

Zuerst die Grundlage.

Wie Du vielleicht schon gelesen hast, habe ich mir 4 Vermögensstufen vordefiniert, die ich nach und nach auffülle.

Dazu kam dann eine erste Vermögensinventur.

Mit ihr wollte ich für mich herausfinden, wo denn mein Geld aktuell steckt, welche Schulden dem gegenüber stehen und was unterm Strich übrig bleibt. Wenn Du mich fragst, ist das sogar ein notwendiger Schritt, um aus dem aktuellen (IST) Vermögen das (SOLL) Zielvermögen bestehend aus den 4 Vermögensstufen zu schaffen.

Das absolute A und O bleibt aber der Web-Budgetplaner, den ich seit 2010 als Haushaltsbuch nutze. Nur so kann ich nämlich meine Einnahmen und Ausgaben zusätzlich zu meinem Vermögen bequem Monat für Monat übertragen und auswerten.

Soweit so gut.

So behalte ich meine Finanzen im Auge.

Mittlerweile hat es sich bei mir eingependelt, dass ich einmal im Monat jeweils zum Monatsanfang meine Einnahmen und Ausgaben des letztens Monats checke und meine Vermögensübersicht entsprechend aktualisiere. Falls Dir das zu häufig ist, ginge wahrscheinlich auch einmal im Quartal, aber mir macht es halt Spaß.

Ich übertrage dabei erstmal alle Einträge aus dem Web-Budgetplaner per Excel-Export und Copy/Paste in mein Excel Haushaltsbuch (mein Excel Haushaltsbuch kannst du hier herunterladen). Über die Zeit habe ich mir eine kleine Übersicht erstellt, die über meine Einnahmen und Ausgaben auch mein Vermögen und Ziele darstellt.

Nachfolgend findest Du also die Einzelteile genau dieser Übersicht.

Meine erste wichtige Kennzahl also: Die Sparquote

Als erstes schaue ich mir meine monatlichen Einnahmen und Ausgaben und die sich daraus ergebende Sparquote an, beides als Durchschnitt der letzten 12 Monate.

Weil ich meine Einnahmen in “aktiv” (z.B. nicht-selbständige Arbeit) und “passiv” (z.B. Einnahmen aus Vermögen) sowie zwischen notwendigen (z.B. Miete) und nicht-notwendigen (z.B. die Bar am Wochenende & Co.) Ausgaben unterscheide, sehe ich hier auch meine durchschnittlichen monatlichen passiven Einnahmen und die durchschnittlichen notwendigen Ausgaben.

Meine zweite Kennzahl: Der %-Anteil meiner notwendigen Ausgaben, die durch passive Einnahmen gedeckt werden

Daraus ergibt sich auch schon der Fortschritt meines Ziels. Wenn Du Dich an meine Definition finanzieller Unabhängigkeit erinnerst, zielt meine zweite Stufe darauf ab, dass mindestens alle notwendigen Ausgaben durch passive Einnahmen gedeckt werden. Deswegen schaue ich mir als nächstes den Anteil an, der bereits durch passive Einnahmen gedeckt ist.

Weiter geht es mit einem Update meines Vermögens. Auf der einen Seite will ich wissen, wie viel Bruttovermögen habe ich, wie viele Schulden dem insgesamt gegenüber stehen und was als Nettovermögen unterm Strich übrig bleibt. Darüber hinaus möchte ich aber auch wissen, wie sich mein Vermögen aufteilt. Hier kommen meine 4 Vermögensstufen wieder ins Spiel. Das bedeutet:

  • Bargeld, Girokonten, Finanzpolster und Dergleichen finden sich in Stufe I;
  • ETFs und andere diversifizierte Investments in Stufe II;
  • Einzelaktien und hoffentlich bald auch Immobilien in Stufe III; und
  • Risiko- und private Unternehmensbeteiligungen in Stufe IV wieder.

Weil das noch nicht Excel-nerdig genug ist, unterteile ich die Stufe I nochmal in Geld, das sofort verfügbar wäre und Geld, das erstmal gebunden ist (z.B. eine Mietkaution, Festgeld).

Meine dritte Kennzahl: Der %-Anteil meines Mindestvermögens, den ich bereits erreicht habe

Neben dem %-Anteil an “passiven“ Einnahmen schaue ich mir auch an, wie viel % ich meines Zielvermögens erreicht habe. Als Daumenregel nehme ich einfach das 25-fache meiner jährlichen Ausgaben (Anlehnung an die 4% Entnahme-Regel). Idealerweise vergleiche ich dabei mein Nettovermögen mit meinen Gesamtausgaben.

Zum Abschluss kommen noch ein paar Spielereien von mir, die das Vermögen und die passiven Einnahmen sowie den %-Anteil der passiven Einnahmen und den %-Anteil des erreichten Vermögens im Verlauf zeigen sollen.

Wichtig: Meine Investments in ETFs und Einzelaktien setze ich mit dem Kaufwert an. Ich hatte Dir ja mal geschrieben, warum die Börse Fluch und Segen zugleich ist. Der Marktwert meiner Aktien spielt ja nur dann eine Rolle, wenn ich kaufen oder verkaufen möchte. Mit dieser Methode vermeide ich also, dass mein Vermögen unnötig nach oben und nach unten schwankt und ich deshalb jeden Monat zu einem emotionalen Wrack werde.

Fazit

Das Ganze sieht nach vielen Zahlen und viel Aufwand aus, aber die Aktualisierung kostet mich jeden Monat nicht mehr als 5 Minuten. Einmal aufgesetzt läuft es wie geschmiert.

Es gibt hier mindestens zwei wichtige Gründe, warum ich Zeit in die Erstellung solcher Übersichten und das regelmäßige Updaze stecke:

  1. Nur so weiß ich ganz genau, ob ich meinen Zielen näher komme und kann dabei sehr einfach sehen, ob und wo ich vielleicht nachjustieren kann (oder sogar müsste); und
  2. Es motiviert unglaublich den Fortschritt, sei er noch so klein, Monat für Monat zu sehen (erst recht dann, wenn man es über Jahre beibehält).

Ich kann Dir jedenfalls nur ans Herz legen Dir eine eigene kleine Übersicht – ob in Excel oder auf dem Papier – zu erstellen (nachdem Du Dir Deine persönlichen Ziele gesetzt hast) und diese regelmäßig zu pflegen. Es zahlt sich aus!

Falls Du schon längst dabei bist, lass es mich gerne wissen! Ich bin gespannt, wie Du es für Dich umsetzt 🙂

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